Präklinische Rheumatoide Arthritis (RA)

Seit einigen Jahren ist wissenschaftlich belegt, dass die Erkrankung einer rheumatoiden Arthritis sich bereits schon Jahre vorher ankündigen kann.

Man findet bei diesen Patienten oft zufällig positive Rheumawerte im Blut, ohne dass die Patienten irgendwelche typischen Beschwerden aufweisen.

Andere Patienten verspüren unspezifischen Gelenkschmerzen in der Händen oder Füssen, ohne dass entzündliche Veränderungen sichtbar oder nachweisbar sind. Oft sind diese Beschwerden harmlos und können sich unter anderem auch mal nach Infekten manifestieren. Diese Infekte können monatelang vorher abgelaufen sein und oft auch ohne, dass der Betroffene sich krank fühlte.

Wenn die Beschwerden monatelang anhalten, kann sich in seltenen Fällen auch mal eine rheumatoide Arthritis dahinter verstecken. In diesem Stadium werden spezielle antirheumatischen Therapien allerdings nicht empfohlen. Jedoch ist es wichtig, dass man diese Betroffenen regelmäßig weiter beobachtet und mindestens ein Mal im Jahr rheumatologisch kontrolliert.

Erst, wenn sich die Erkrankung entzündlich entwickelt (geschwollene Gelenke, hohe Entzündungswerte), dann wird eine Basisbehandlung empfohlen. Durch die regelmäßige Beobachtung und Anbindung bei einem Rheumatologen kann eine zeitnahe Therapieeinleitung dann schnell und unkompliziert erfolgen.

Für diese Patienten haben wir unsere sog. Sprechstunde für "Präklinische RA" eingerichtet.

Sie sollten Kontakt aufnehmen, wenn folgende Kriterien bei Ihnen erfüllt sind:

  • Zufallsbefund von hohen Rheumawerten im Blut (Rheumafaktor IgM, IgA, anti-citrullinierte Proteinantikörper=ACPA) und/oder
  • Persistierende Gelenkschmerzen der Hände und Füsse (Arthralgien), bei denen der Hausarzt keine andere Ursache findet.

Kontaktaufnahme

Falls eines dieser genannten Kriterien oder beide vorliegen, dann nehmen Sie Kontakt zu unserer Sprechstunde auf.