Früharthritissprechstunde

Seit 2004 haben wir an unserer Klinik die sog. Früharthritissprechstunde etabliert und inzwischen mehr als 1.000 Früharthritispatienten diagnostiziert.  Es hat sich sowohl national als auch international nachweisen lassen, dass Patienten mit einer frühen rheumatoiden Arthritis mit Hilfe dieser Sprechstunde entdeckt und frühzeitig behandelt werden können. Die Patienten profitieren enorm in Ihren Prognose des Krankheitsverlaufes. Die Durchführung der Sprechstunde ist uns nur im Rahmen der klinischen universitären Forschung möglich, indem wir mit Hilfe unserer Erkenntnisse aus der Früharthritissprechstunde die Frühdiagnostik und -therapie auswerten und vorantreiben.

Aus diesem Grund bitten wir unsere Patienten verschiedene Fragebögen auszufüllen, die nicht nur die Erkrankung selbst, sondern auch Begleitbeschwerden genauestens hinterfragen. Wir haben inzwischen daraus lernen können, dass vor allem Begleitbeschwerden und erkrankungen nicht nur die Lebensqualität (z. B. Schmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit), sondern auch die rheumatische Erkrankung ungünstig beeinflussen.

Wenn folgende Kriterien vorliegen, sollten Sie einen Termin in der Früharthritissprechstunde vereinbaren:

  • Es sollten mindestens zwei entzündlich veränderte kleine Gelenke (Finger-, Hand-, Fussgelenke) über einen Zeitraum von 6 Wochen vorliegen, d.h. es muss eine flukturierende Gelenkschwellung, Rötung, Überwärmung, Schmerzen vorhanden sein.
  • Eine Infektion, Verletzung, neurologische Ursachen (z. B. Karpaltunnelsyndrom) oder ein Trauma bzw. Operation sollten vorab ausgeschlossen sein.
  • Das CRP und die Blutsenkung sollten erhöht sein, keine Blut-, Leber- oder Nierenerkrankungen vorliegen, keine Borrelieninfektion, die differenzialdiagnostisch ebenfalls zu Gelenkveränderungen führen können.
  • Ihr Hausarzt hat positive Rheumawerte nachgewiesen (Rheumafaktor IgM, ggf. Rheumafaktor IgA, anticitrullinierte cyclische Proteinantikörper sog. APCA) und empfiehlt eine Vorstellung bei einem Rheumatologen.
  • Ein Ausschluss von radiologischen Gelenkveränderungen sowohl an den Händen und Füssen, die nicht durch eine rheumatoide Arthritis verursacht werden bzw. Nachweis arthritischer Direktzeichen wurde durch den Hausarzt vorgenommen.

Was sollten Sie zum ersten Termin mitbringen?

  • Etwas Zeit zum Ausfüllen der Patientenfragebögen.
  • Etwas Geduld, da wir jedem Patienten die Zeit widmen, die er benötigt und manche Gesprächssituation mehr Zeit verlangt als der Kalender es geplant hat.
  • Einen gültigen Überweisungsschein und Ihre Krankenversicherungskarte.
  • Aktuelle Befunde der Diagnostik, die bereits durch Ihren behandelnde/n Arzt/Ärztin schon durchgeführt wurde.
  • Den schriftlichen radiologischen Befund und die Röntgenaufnahmen der Hände und Füssen, wenn diese schon durchgeführt wurden.
  • Arztbriefe und Befunde, die im Zusammenhang mit Ihren Beschwerden stehen oder Informationen zu wichtigen Begleiterkrankungen enthalten.

Wie können Sie einen Termin erhalten?

Einen Termin in unserer Früharthritissprechstunde können Sie unter der Telefonnummer 030 450 513133 in der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr erhalten.

Sie können auch unser Kontaktformular nutzen. Damit wir Sie zurückrufen können, benötigen wir dann auf jeden Fall eine Telefonnummer von Ihnen, unter der wir Sie erreichen können.

Unser Informationsflyer zum Download!